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Spiel- und Erlebnispädagogik

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Semester: 2
Credits: 10

Studienaufwand pro Woche:
4 Unterrichtseinheiten (je 45 min)
3 Zeitstunden Eigenstudienzeit

Begründung und Ziele:

Nach einer Einführung in die Spielpädagogik sollen die Studierenden sich mit der Erlebnispädagogik auseinandersetzen. Erlebnispädagogik ist in jüngerer Zeit zu einem wichtigen Ansatz in der pädagogischen Arbeit geworden. Es verbindet das Lernen mit „Herz, Kopf und Hand“ (handlungsorientiertes Lernen) mit dem wirklichen Leben und dient so vor allem der persönlichen Entwicklung. In diesem Modul probieren die Studierenden zunächst Dinge für sich selbst aus, reflektieren dann diese Erfahrungen und wenden sie auf ihr eigenes Leben an (Selbsterfahrung). Darüber hinaus vermittelt dieses Modul ein breites Repertoire an Übungen, die ohne besondere spezielle Fachkenntnisse (wie sie z.B. beim Klettern, Canyoning oder Kajak benötigt werden) mit verschiedenen Zielgruppen (Jugendliche, Erwachsene, Mitarbeiter etc.) und Intentionen (Selbsterfahrung, Teamtraining, Vertiefung geistlicher Wahrheiten etc.) fast überall angewandt werden können. Die Studierenden werden zu qualifizierten Begleitern erlebnisorientierter Erziehung ausgebildet. Dies geschieht durch theoretische, aber vor allem auch durch (z.T. von den Studierenden selbst) praktisch durchgeführte und reflektierte Einheiten. So lernen die Studierenden Übungen einzuführen, umzusetzen, sie zu reflektieren und einen Transfer von solchen Übungen zum (geistlichen) Leben herzustellen. Die Spiel- und Erlebnispädagogik bietet eine Reihe an Möglichkeiten um einen erlebnisorientierten, existentiellen Zugang zu christlichen Prinzipien und biblischen Wahrheiten zu finden.

Syllabus:

  • Einführung in die Theorie der Spiel- und Erlebnispädagogik
  • Chancen, Einsatzmöglichkeiten und Grenzen der Erlebnispädagogik
  • Unterschiedliche Ansätze in der Erlebnispädagogik
  • Phasen einer Übung
  • Unterschiedliche Elemente (Kennenlernen, Warming-up, Wahrnehmen, Vertrauen, Interaktionsübungen, Problemlösungsübungen ...)
  • Die Rolle des Moderators und Moderationstechniken
  • Reflexions- und Transfermethoden
  • Sicherheit
  • Anlässe und besondere Ansätze im Rahmen der christlichen Spiel- und Erlebnispädagogik

Lernziele:

Es wird erwartet, dass die Studierenden Folgendes entwickeln:

  • Kenntnisse über die Aufgaben und Tätigkeitsbereiche der Spielpädagogik
  • Kenntnis verschiedener Definitionen und Kategorien des Spiels
  • Kenntnis verschiedener Ansätze der Erlebnispädagogik und die Fähigkeit, diese nennen, beschreiben und in einen christlichen Kontext integrieren zu können 
  • Kenntnis verschiedener Phasen und Typen des Spiels und die Fähigkeit, diese zu erklären
  • Kenntnis der verschiedenen Elemente der Spielpädagogik
  • Kenntnis der Aufgaben eines Leiters und die Fähigkeit, diese zu erklären

Lernziele - Kompetenzen:

Die Studierenden sollen fähig sein

  • eine differenzierte Selbstwahrnehmung durch Praxis und Reflexion zu entwickeln
  • Spiele wie auch Übungen für eine Gruppe auszuwählen und diese sinnvoll durchzuführen
  • andere durch angemessene Vorbereitung, Durchführung und Reflexion von Übungen anzuleiten und den Transfer des erlebnispädagogischen Handelns durchzuführen

Leistungsnachweise:

Kein formaler Leistungsnachweis (MDX-Note: Y). Die Studierenden stellen mindestens eine eigenständig vorbereitete Übung mit nachfolgender Reflexion in der Gruppe vor.

Basislehrmaterial:

  1. Baer, Ulrich: Spielpraxis. Eine Einführung in die Spielpädagogik, Seelze-Velber 41995.
  2. Baer, Ulrich: 666 Spiele. Für jede Gruppe. Für alle Situationen, Seelze-Velber 152003.
  3. Eisinger, Thomas/Kolewe, Ute: So geht`s. Das ABC der Kinder- und Jugendarbeit, Wuppertal 2002
  4. Gilsdorf, Rüdiger/Kistner Günter: Kooperative Abenteuerspiele, Praxishilfe für Schule und Jugendarbeit, Seelze-Velber 2004.
  5. Heckmair, Bernd/Michl, Werner: Erleben und Erlernen, Einstieg in die Erlebnispädagogik, München 42004.
  6. Reiners, Annette: Praktische Erlebnispädagogik, Bde. 1-2, Augsburg 72004-2005.
  7. Royer, Hans Peter: Nur wer loslässt, wird gehalten, Christuszentrierte Erlebnispädagogik, Stuttgart 2003.