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Christlicher Glaube in einer säkularen Welt
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Semester: 5-8 (Wahlpflichtmodul)
Credits: 10
Studienaufwand pro Woche:
2 Unterrichtseinheiten (je 45 Minuten)
4,5 Zeitstunden Eigenstudium
Begründung und Ziele:
Der Apologetik kommt in der heutigen, sich in einem fortschreitenden Säkularisierungsprozess befindenden Gesellschaft erhöhte Bedeutung zu. Christlicher Glaube steht in einer nachchristlichen, gleichwohl sehr religiösen Gesellschaft vor ganz besonderen Herausforderungen. Dieses Modul soll den Studierenden helfen, den Wandel in der Lebenswelt wie in der Orientierung der Mitmenschen sensibel wahrzunehmen und zentrale Fragen beantworten zu können, die heute an Christen, Kirche und Theologie gestellt werden:
- Wie verhalten sich exklusive Wahrheitsansprüche und Toleranzgebot zueinander?
- Geht es nicht in allen Religionen um dieselbe Wirklichkeit?
- Ist die Auferstehung Jesu als Fundament des christlichen Glaubens historisch glaubwürdig?
- Wie können Christen von einem künftigen Gericht als Ende der Geschichte verantwortlich reden?
- Wie sollen sich Christen und Kirchen zum Prozess der Säkularisierung verhalten?
Syllabus:
- Klassische Typen neuzeitlicher und moderner Religionskritik: Religion als Selbsttäuschung/Projektion
- Die szientistische Kritik an Religion und Metaphysik: die Frage nach dem Wirklichkeitsbezug des christlichen Glaubens
- Die humanistische Kritik am christlichen Glauben: die Frage nach der moralischen Legitimität des christlichen Glaubens
- Weltanschauungskritik des christlichen Glaubens: christlicher Glaube als Ideologie
- Kultur- und religionssoziologische Bestimmungen gegenwärtiger Gesellschaft
- Wahrheit und Toleranz
- Verschiedene Modelle der Beziehung zwischen Theologie und Naturwissenschaften
- Religiöser Wahrheitspluralismus
- Die Auferstehung Jesu als Basis christlicher Rede von der Wahrheit
- Das Endgericht als entscheidender eschatologischer Horizont christlicher Proklamation Jesu als des Herrn der Welt
Lernziele:
Es wird erwartet, dass die Studierenden folgendes entwickeln:
- eine Kenntnis einiger bedeutender kritischer Entwürfe gegen den christlichen Glauben und die Fähigkeit, diese kritisch zu beurteilen
Lernziele Fähigkeiten:
Die Studierenden sollen fähig sein
- für eigene Überzeugungen einzutreten und diese argumentativ zu begründen
- ihren eigenen Glauben bezogen auf kritische Rückfragen lebendig und elementar darzustellen
- sich konstruktiv und (selbst-)kritisch auf die Anfragen einzulassen, die Kirche, Glaube und Theologie im Kontext einer nachchristlichen Gesellschaft begegnen
- Haupttypen der verschiedenen religions- und weltanschauungskritschen Ansätze zu erkennen und sich mit ihnen kritisch und fair auseinander zu setzen
Leistungsnachweis:
Seminararbeit (8-10 Seiten). 100 %
Basislehrmaterial:
- Berger, Peter L.: Pluralistische Angebote: Kirche auf dem Markt, hg. im Auftrag des Rates der EKD vom Kirchenrat der EKD, Gütersloh 1994.
- Burkhardt, Helmut: Ein Gott in allen Religionen? Wiederkehr der Religiosität – Chance und Gefahr, Gießen 21993.
- Fries, Heinrich: Abschied von Gott? Eine Herausforderung - Versuch einer Antwort, Freiburg u.a. 1991.
- Hempelmann, Heinzpeter: Wahrheit ohne Toleranz – Toleranz ohne Wahrheit? Chancen und Grenzen des Dialogs mit Andersgläubigen, Wuppertal 21997.
- Trutwin, Werner (Hg.): Gespräch mit dem Atheismus, (ThFo1) Düsseldorf 251996.
- Werbick, Jürgen: Den Glauben verantworten. Eine Fundamentaltheologie. Freiburg 22000.
- Wright, Nicolas Thomas: Die Auferstehung des Sohnes Gottes. Eine historische Perspektive, hg. v. Heinzpeter Hempelmann, Bad Liebenzell 2001.
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