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Christliche Ethik
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Semester: 6
Credits: 10 (+10 Abschlussexamen)
Studienaufwand pro Woche:
5 Unterrichtseinheiten (je 45 Minuten)
8,25 Zeitstunden Eigenstudium
Begründung und Ziele:
Ethik soll hinführen zu verantwortlichem Handeln. Verantwortlichkeit setzt Reflexion über Grund und Norm sittlichen Handelns voraus. Christliche Ethik fragt dabei insbesondere nach dem Willen Gottes als höchster Norminstanz. Ein zentraler Aspekt dieses Moduls ist das Verhältnis von christlicher zu nichtchristlicher Ethik, inwieweit und unter welchen Voraussetzungen ihre Normen universalisierbar sind und inwieweit nicht. Es ist ebenso nötig zu erörtern, wie der Mensch sich in den verschiedenen Lebenssituationen gegenüber seiner Umwelt in den verschiedenen zwischenmenschlichen Bezügen sowie – in christlicher Ethik – gegenüber Gott verhalten soll. In diesem Modul sollen die Studierenden das Grundkonzept ethischer Überlegungen kennen lernen und die Komplexität des Wegs zu einer begründeten ethischen Beurteilung begreifen. Sie sollen befähigt werden, konkrete ethische Konflikte so zu beleuchten, dass sie im Wissen um die Begrenzungen und mögliche Kritik an der eingenommenen Position zu eigenen Urteilen und Schlüssen kommen können. Die Studierenden sollen befähigt werden, christliche ethische Orientierung in der Kirche und darüber hinaus zu geben.
Syllabus:
- Einführung in die Grundlagen der Ethik (Ethik, Ethos, Moral, Gesetz) und der Platz der Ethik in der Theologie
- Einführung in verschiedene christliche und nichtchristliche ethische Systeme (Positivismus, Utilitarismus, Naturgesetz, Situationsethik, Gesetzesethik, eschatologische Ethik)
- Grundlegende anthropologische Vorgaben (Gewissen, Willensfreiheit)
- Klassische Themen christlicher Ethik (Rechtfertigung und Heiligung, Gesetz und Evangelium, Gesetz und Geist, Reich Gottes und Reich dieser Welt)
- Lebensethik (Menschenrechte, Friedensethik, Abtreibung, Euthanasie, Gentechnik, Umweltethik, Medizinethik)
- Ethik der sozialen Ordnung (Familie, Politik)
- Ethik der menschlichen Sexualität (Phänomene menschlicher Sexualität, Beziehung der Geschlechter, Ehe und andere Formen sexueller Partnerschaft, Scheidung, Homosexualität)
- Wirtschaftsethik (Eigentum, Arbeit, Konkurrenz, wirtschaftliche Grundformen)
- Kulturethik (Wahrheit in der Kommunikation, Wissenschaft, Kunst)
- Gottesreichsethik (Mission, Diakonie, Gemeinde, Gebet)
Lernziele:
Es wird erwartet, dass die Studierenden folgendes entwickeln:
- eine Kenntnis einiger wichtiger Entwürfe christlicher Ethik und die Fähigkeit, diese kritisch zu würdigen
Lernziele Fähigkeiten:
Die Studierenden sollen fähig sein
- ihren eigenen dezidiert christlichen Standpunkt in einer Welt mit einer Vielzahl ethischer Konzeptionen zu finden
- diesen Standpunkt zu begründen und zu vertreten
- ethische Fragen zu entscheiden und diese im ethischen Diskurs zu vertreten
Leistungsnachweis:
Seminararbeit (8-10 Seiten). 100 %
Basislehrmaterial:
- Bockmühl, Klaus: Christliche Lebensführung. Eine Ethik der 10 Gebote (BWA III/2), Gießen 31999.
- Burkhardt, Helmut: Einführung in die Ethik. Grund und Norm sittlichen Handelns, Gießen 1996.
- Burkhardt, Helmut: Ethik. Das gute Handeln, Gießen 2003.
- Holmes, Arthur F.: Wege zum ethischen Urteil. Grundlagen und Modelle, Wuppertal 1987.
oder
Spaemann, Robert: Moralische Grundbegriffe, München 61999.
- Honecker, Martin: Grundriß der Sozialethik, Berlin 1995.
- Honecker, Martin: Einführung in die Theologische Ethik. Grundlagen und Grundbegriffe, Berlin 1990.
- Pannenberg, Wolfhart: Grundlagen der Ethik. Philosophisch-theologische Perspektiven, Göttingen 2003.
- Thielicke, Helmut: Theologische Ethik. Bd. 1: Prinzipienlehre. Dogmatische, philosophische und kontrovers-theologische Grundlegung, Tübingen 51981.
- Schlatter, Adolf: Christliche Ethik, Stuttgart 61986.
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